Wann lädt Deutschland?

Diese Ansicht zeigt den zeitlichen Rhythmus des öffentlichen Ladens: eine Wochenmatrix mit der durchschnittlichen Auslastung für jede Stunde jedes Wochentags, den Verlauf über den Tag und die Entwicklung über die letzten Tage. Alle Werte sind Mittelwerte über den gesamten aufgezeichneten Zeitraum, in deutscher Zeit.

Das Muster unterscheidet sich deutlich von dem, was man vom Laden zu Hause kennt: Öffentliche Ladepunkte werden tagsüber genutzt, mit einem Höhepunkt um die Mittagszeit an Werktagen, und in den Nachtstunden am wenigsten. Die Wallbox in der Garage lädt nachts – die Säule am Straßenrand nicht.

Woher die Daten kommen

Die Ladeinfrastruktur-Betreiber melden den Status ihrer Ladepunkte an die Mobilithek, die Datenplattform des Bundes für Mobilitätsdaten. Der Ladenetz-Monitor liest diese Meldungen ein, gleicht die unterschiedlichen Datenformate der Betreiber ab und fasst sie alle fünf Minuten zu einem bundesweiten Bild zusammen. Es handelt sich nicht um das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur, sondern um die laufenden Statusmeldungen der Betreiber selbst.

Wie die Auslastung berechnet wird

Die Auslastung ist der Anteil der belegten Ladepunkte an allen Ladepunkten, die aktuell einen Status melden – belegte geteilt durch belegte plus freie. Ladepunkte, die außer Betrieb gemeldet sind, zählen nicht zum Nenner; sie erscheinen gesondert als Störungsquote. Für Bundesländer und Regionen wird über alle dortigen Ladepunkte zusammengezählt, nicht über Standorte gemittelt: ein Standort mit vierzig Ladepunkten wiegt vierzigmal so viel wie einer mit einem.

Belegung ist nicht Ladedauer

Die durchschnittliche Belegungsdauer beschreibt, wie lange ein Ladepunkt am Stück als belegt gemeldet war. Ein Fahrzeug, das nach dem Laden noch zwei Stunden stehen bleibt, zählt weiter. Abrechnungsdaten einzelner Ladevorgänge liegen dem Monitor nicht vor – die Zahl ist eine Standzeit, kein Ladevorgang.

Was nicht erfasst ist

Nur Ladepunkte, die einen Live-Status melden, gehen in die Auslastung ein; ein erheblicher Teil der registrierten Ladepunkte liefert keine Statusmeldung und bleibt auf der Karte grau. Die Preisangaben sind die von den Betreibern gemeldeten Preise je Kilowattstunde, ohne Unterscheidung zwischen Ad-hoc- und Vertragstarif und ohne Blockiergebühren. Die Daten sind bis zu fünf Minuten alt; sie beschreiben den Ist-Zustand und sagen nichts vorher.